Artikel wurde aktualisiert am 18.01.2018


  • Die Zahl der Asylsuchende in Deutschland ist in 2017 gegenüber von 2016 deutlich auf 186.644 zurückgegangen. In 2016 zählten die deutschen Behörden noch rund 280.000 Asylsuchende. In 2015 hat die Zahl der Asylsuchenden in Deutschland sogar bei rund 890.000 gelegen.


    Die meisten Asylsuchenden in 2017 stammen nach wie vor aus dem Bürgerkriegsland Syrien mit 47.434 Flüchtlingen, gefolgt von 21.043 Flüchtlinge aus dem Irak, Afghanistan 12.346 Flüchtlinge und Eritrea 9524 Flüchtlingen. Aus der Türkei suchten in 2017 knapp 8000 Menschen Asyl in Deutschland.
    Quelle: Bamf, 16.01.2018

  • Die deutsche Wirtschaft verbuchte mit Ablauf von 2017 das achte Wachstumsjahr in Folge. Laut vorläufigen Zahlen (Statistische Bundesamt vom 11.01.2018) legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in 2017 um 2,2 Prozent zu. In 2016 wuchs das BIP mit +1,9 Prozent. Vom Wirtschaftsaufschwung profitierten natürlich auch die Staatskassen. Der deutsche Staat konnte nach Berechnungen der Statistiker 2017 zum vierten Mal in Folge einen Überschuss erwirtschaften. Für Bund, Länder, Gemeinden und Sozialkassen summierte sich der erzielte Überschuss in 2017 auf 38,4 Milliarden Euro. Das ist der höchste Überschuss beim Staatshaushalt seit der Wiedervereinigung und entspricht einem Plus von 1,2 Prozent des BIP.

  • Nach vorläufigen Berechnungen des Ifo-Institut bleibt Deutschland auch in 2017 mit einem erzielten Exportüberschuss von 287 Milliarden USD Exportweltmeister. Japan erzielte mit 203 Milliarden USD den zweithöchsten Exportüberschuss in 2017. Auf Rang drei folgt China mit 135 Milliarden USD Überschuss bei den Exporten. Der deutsche Überschuss in der Leistungsbilanz geht vor allem auf den Warenhandel zurück. Haupttreiber war die Nachfrage nach deutschen Waren aus der EU und den USA. Zum Überschuss beigetragen haben aber auch Erträge aus Vermögensanlagen im Ausland. Der daraus resultierende Ertrag erreichte bis November 2017 netto 49 Milliarden Euro.
    Quelle: Ifo-Institut, 16.01.2018

  • Laut Statistisches Bundesamt sind die Verbraucherpreise in 2017 um 1,8 Prozent angestiegen. Die Verteuerung von Waren und Dienstleistungen (Inflation) erreichte damit den höchsten Stand seit 2012. Hauptgründe dafür waren höhere Mieten, steigende Energie- und Nahrungsmittelpreise und die Geldpolitik der EZB.
    Quelle: Statistische Bundesamt, 16.01.2018

  • Stand Dezember 2017 nutzten in Deutschland bei einer Gesamtbevölkerung ab 10 Jahren (72,92 Millionen Personen) 81,9% (59,69 Millionen Personen) davon das Internet. In der Zahl von 59,69 Millionen Internetnutzern in Deutschland sind sowohl stationäre PC/Computer als auch mobile Nutzer (Smartphone / Tablet) mit eingeschlossen.
    Quelle: AGOF e.V., daily digital facts 02.01.2018 / Auswertungszeitraum: 12 / 2017

  • Mit 44,3 Millionen Beschäftigen in Deutschland für 2017 gibt es einen neuen Höchststand.
    Quelle: Statistische Bundesamt in Wiesbaden / 02.01.2018

  • 2,533 Millionen Menschen waren 2017 nach Angaben der der Bundesagentur für Arbeit im Jahresdurchschnitt arbeitslos. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote sank um 0,4 Punkte auf 5,7 Prozent. Dieser Wert entspricht der niedrigsten durchschnittlichen Jahresarbeitslosigkeit seit der deutschen Wiedervereinigung.

  • Die durchschnittliche Azubi-Vergütung in Deutschland steigt in 2017 nur um 2,6 Prozent auf 876 Euro pro Monat. Die Spanne der Bezahlung bei den Auszubildenden ist jedoch sehr groß und von der gewählten Branche abhängig. Während Maurer-Lehrlinge bei der monatlichen Bezahlung mit 1095 Euro, Mechatroniker 1043 Euro und Versicherungskaufleute 1028 Euro im gesamtdeutschen Schnitt sehr gut abschnitten, müssen Lehrlinge bei Bäckern 637 Euro, Floristen 617 Euro und Schornsteinfeger mit 518 Euro am Monatsende mit deutlich weniger Lohn auskommen. Die Azubi-Bezahlung steigt natürlich von Lehrjahr zu Lehrjahr. In den hier genannten Geldbeträgen wurde über die gesamte Ausbildungszeit hinweg der Durchschnittswert errechnet.
    Quelle: Studie Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB), 04.01.2018

  • Der deutsche Einzelhandel kann auch in 2017 auf ein neues Rekordjahr zurückblicken. Laut Statistische Bundesamt wuchs der Umsatz in 2017 nach ersten Schätzungen zwischen 4,5 und 4,9 Prozent. Dies ist der kräftigste Zuwachs seit Erhebung der Statistik 1994. In 2016 legte der Umsatz beim Einzelhandel um +2,6 Prozent, 2015 um +3,8 Prozent zu. Den letzten Umsatzrückgang gab es zuletzt infolge der Finanzkrise im Jahr 2009. Verantwortlich für die guten Umsatzahlen beim Einzelhandel waren die gute Arbeitsmarktentwicklung (Zahl der Erwerbstätigen in 2017 stieg auf 44,3 Millionen), Einkommenszuwächse bei den Beschäftigen sowie die durch die Zuwanderung steigende Zahl an Menschen lebend in Deutschland. Aktuell leben rund 83 Millionen Menschen in Deutschland. Auch die niedrigen Zinsen, die das Sparen zunehmend unattraktiv machen, haben sich positiv auf die Konsumausgaben ausgewirkt.


    Größter Wachstumtreiber beim Einzelhandel war einmal mehr der Internet- und Versandhandel, der in den ersten elf Monaten in 2017 um 9,6 Prozent zulegen konnte. Der Branchenverband HDE rechnet bei Onlineumsatz (E-Commerce) für das Gesamtjahr 2017 mit fast 10 Prozent Umsatzwachstum. Nach seinen Berechnungen werde der Onlinehandel 2017 einen Umsatzanteil von 49 Milliarden Euro am 501 Milliarden Euro hohen Gesamtvolumen erreichen.

  • Der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung stieg 2017 auf ein Drittel, wie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) bereits kurz vor Weihnachten mitgeteilt hatte. Der Stromverbrauch in Deutschland legte nach BDEW-Schätzung 2017 um knapp ein Prozent zu, der Erdgasverbrauch um gut fünf Prozent. Mit einem Anteil von über 40 Prozent an der Stromerzeugung aus Erneuerbaren bleibt die Windenergie an Land weiterhin mit Abstand die stärkste Erneuerbaren-Quelle. Auf Platz 2 folgen Biomasse mit fast 24 Prozent gefolgt von der Photovoltaik mit über 18 Prozent.


    Beim Stromexport wurde in 2017 die Marke von rund 10 Prozent des inländischen Stromverbrauchs erreicht. In der Summe exportierte Deutschland knapp 3 Mal so viel Strom wie importiert wurde. Der Ausbau der erneuerbaren Energie setzt das deutsche Stromnetz jedoch immer stärker unter Druck. So musste der Übertragungsnetzbetreiber Tennet in 2017 wegen unzureichender Leitungskapazitäten mit Noteingriffen die Stromnetze stabilisieren, was mit Kosten von fast einer Milliarde Euro verbunden war. Am Ende werden auch diese Kosten über das sogenannte Netzentgelt auf den Strompreis umgelegt und der Verbraucher muss die Rechnung bezahlen.

  • In 2017 wurden laut Kraftfahrt-Bundesamt 3,44 Millionen Neuwagen in Deutschland zugelassen. Das waren 2,7 Prozent mehr als in 2016 und auch gleichzeitig der vierte Anstieg in Folge. Dieselautos haben sich in Deutschland in 2017 deutlich schlechter verkauft als in den vergangenen Jahren. Der Dieselanteil sank mit 38,8 Prozent auf den niedrigsten Stand seit 2009. Elektrofahrzeuge sind mit 25.056 Neuzulassungen in 2017 weiterhin ein absoluter Nischenmarkt.

  • Für Versicherungen war 2017 das teuerste Jahr der Geschichte. Verantwortlich dafür waren die Hurrrikans und andere Naturkatastrophen, welche die Branche weltweit rund 135 Milliarden USD kostete. Nach Daten des weltgrößten Rückversicherers Münchner Rück gibt es nur drei Jahre, in denen die versicherten Schäden inflationsbereinigt über 100 Milliarden USD lagen. Alle diese Schadensgroßereignisse gab es in den vergangenen 13 Jahren. Vor 2005 gab es kein einziges Jahr, dass auch nur annähernd an die 100 Milliarden USD Schadenssumme herangekommen wäre.

  • Das Geldvermögen der Deutschen knackt Ende 2017 erstmals die historische Marke von 6 Billionen Euro. Mit 6,1 Billionen Euro (Ende 2017) legte nach Berechnungen der DZ Bank das Geldvermögen der Deutschen gegenüber dem Vorjahr um 300 Milliarden Euro. Auf den einzelnen Bundesbürger verteilt würde sich so ein pro Kopf Vermögen von 75.000 Euro ergeben. Natürlich ist jedoch das Vermögen höchst ungleich verteilt. Während die einen überhaupt kein Vermögen besitzen oder sogar Schulden haben, gibt es mittlerweile 1,2 Millionen Bürger mit einem Guthaben von mehr als einer Million Euro. Die Sparquote privater Haushalte lag in 2017 bei 9,8 Prozent. Die Deutschen legen ihr Geld nach wie vor eher risikoscheu und mit wenig Rendite an. Ende 2017 hielten gerade mal 7,3 Prozent aller Bundesbürger Aktien. Werden Anlagen in Aktienfonds und Zertifikate hinzugerechnet, steigt der Anteil in dieser Vermögensklasse auf ca. 14 Prozent. Rund ein Viertel des Geldvermögens der Deutschen liegt in Bargeld und Tages- oder Girokonten. Insgesamt entfällt der Großteil des Geldvermögens der Privathaushalte laut den Berechnungen der DZ Bank, die sich auch auf Bundesbank-Daten beruft, mit über 39 Prozent auf Bargeld und Einlagen. Gut 30 Prozent stecken in Versicherungen.
    Quelle: DZ Bank / 02.01.2018

  • Laut UN-Luftfahrtorganisation ICAO sind in 2017 so viele Menschen wie noch nie zuvor geflogen. Weltweit beförderten die Airlines 4,1 Milliarden Passagiere. Gegenüber dem VJ ein Plus von 7,1 Prozent. Schätzungen zufolge flogen mit Low-Cost-Carriern in 2017 insgesamt 1,2 Milliarden Passagiere. Dies entspricht einem Anteil von rund 30 Prozent am globalen Fluggastaufkommen.

  • Laut dem Statistikamt in Peking legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in China im Kalenderjahr 2017 um 6,9 Prozent zu. In 2016 betrug die Wachstumsrate 6,7 Prozent, was damit das kleinste Plus beim Wirtschaftswachstum in China seit 26 Jahren war.

  • Das Marktforschungs- und Analyseunternehmen Gartner rechnet in 2017 beim weltweiten IT-Budget mit 3,3 Prozent mehr Wachstum gegenüber dem Vorjahr. In 2016 betrug das globale IT-Budget 3.4 Billionen USD.

  • Der Werkzeug-Handelskonzern Würth ist in 2017 weiter auf Wachstumskurs. Im Vergleich zum Vorjahr 2016 stieg der Jahresumsatz um 7,5 Prozent auf 12,7 Milliarden Euro. Vor allem der E-Business Bereich wuchs mit 20 Prozent überproportional stark und steuerte zum Jahresumsatz insgesamt 2 Milliarden Euro bei. Das operative Ergebnis lag nach vorläufigen Zahlen zwischen 760 bis 770 Millionen Euro – ein Plus von etwa 25 Prozent. Früher auf Schrauben spezialisiert, bietet Würth zwischenzeitlich auch Werkzeuge, Elektronik oder chemische Produkte an. Die Mitarbeiterzahl erhöhte sich 2017 um 2634 auf gut 74 000. In Deutschland arbeiten 22 620 Menschen bei Würth.


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